Samba crashen für Fortgeschrittene…

Ich habe mir – in Voraussicht auf einen irgendwann kommenden HD-Fernseher – einen Medienplayer (Mede8er MED500X) angeschafft, der in der Lage ist beinahe alle ihm angebotenen Medien abzuspielen. Er beherrscht die Wiedergabe der ältesten AVIs und MPEGS, die ich auftreiben konnte, TS-Dateien (Transport-Stream), die meine dBox2 auf ihre nachträglich eingebaute Festplatte und auf Netzwerk-Shares produziert, natürlich H.264 MKV-Dateien, DVD-Image-Dateien und Ordner mit vollwertiger Menü-Unterstützung, ansatzweise Blu-Ray ISOs und Ordner (in Zukunft wohl mit einem Light-Menü, derzeit nur die größte enthaltene m2ts-Datei) und natürlich auch alle möglichen und unmöglichen Audio-Formate.

Der Player basiert auf einem Realtek-Chipsatz und die Entwickler (einer noch recht unbekannte Firma namens Sanji aus Süd-Afrika) kämpfen noch mit kleineren Problemen, aber alle beworbenen Eigenschaften werden auch tatsächlich unterstützt. Das Betriebssystem ist, wie in fast allen derartigen Geräten, ein geschrumpftes (manche sagen auch embedded dazu, ich sage es ist geschrumpft!) Linux und es macht seine Sache recht gut. Das angenehme Metallgehäuse enthält neben der Elektronik auch noch meine zugekaufte 2 TB Festplatte. 2 TB mögen einigen viel vorkommen, aber allein ein DVD-Image kann um die 5-9 Gigabyte belegen, und Blu-Ray-Images sind – soweit ich weiß – um ein 5-faches größer.
Der Netzwerk-Anschluss der neben dem Internet-Radio auch für NAS (einen Samba-Share) und FTP (mit Passwort) Verwendung findet ist beherrscht leider nur 100 MBit, was bei großen HD-Videos zu ziemlich langatmigen Übertragungen führt. Das Gerät ist über den Switch meines Routers mit dem Hauptrechner verbunden, aber für wirklich große Dateien nehme ich entweder eine mobile Festplatte und stecke sie per USB an oder lasse den Kopier-Vorgang über Nacht laufen. Alternativ kann man auch den Mede8er als externe USB-Festplatte an seinen PC anschliessen. Dabei werden allerdings alle andere Funktionen abgeschaltet!
In Zukunft werde ich wohl den Nachfolger meiner dBox über Ethernet direkt auf den Mede8er streamen lassen, einen geeigneten Kandidaten dafür habe ich bereits im Visir.

Achja… zurück zum Topic. In meinem PC steckt ein 1GBit Ethernet-Chip von Realtek. Und mit dem habe ich es in den ersten paar Tagen nicht geschafft größere Dateien über Ethernet zu übertragen. Ständig kamen Aussetzer der Form „Share nicht mehr verfügbar“. Am Schluss habe ich schon fast aufgegeben und hatte nach einigen Antworten im Forum schon die Festplatte im Verdacht. Interessanterweise liessen sich von meinem Notebook aus die gleichen Dateien störungsfrei übertragen. Und da kam ich dann auf die Idee die Treiber der Ethernet-Karte upzugraden und ein wenig an der Autonegotiation herumzudrehen. Und siehe da, der Share blieb stabil und ich konnte endlich alle Dateien störungsfrei übertragen.

Wer einen Mediaplayer sucht und sich dabei nicht arm machen will: Ich spreche hiermit meine Kaufempfehlung aus.
Etwas deutlich besseres findet man erst wieder in erheblich teureren Sphären z.B. beim Dune HD Base 3.0. Bei dem fehlt wohl nur noch der Sticker „my other car is a Porsche“.

Etwas was man unbedingt beachten sollte!
Festplatten können derzeit nur unter der Firmware 1.2.2(a) (die war bei mir installiert) korrekt formatiert werden.
Das heißt, vor dem Einbau einer Platte keinesfalls upgraden bzw. notfalls wieder downgraden (was im Support-Forum beschrieben wird).
Dann die Platte formatieren. Erst danach upgraden!

Virtualbox 3.1 – neues Feature: Teleporting

Ich benutze in meinem Umfeld oft Virtualbox von Sun um virtuelle Systeme aufzubauen, die getrennt von den üblichen Prozessen meiner Rechner Programme abarbeiten, bestimmte Umgebungen für die Software-Entwicklung bereit stellen, manchmal einfach schnell wieder gelöscht werden können oder sogar für spezielle Zwecke archiviert oder einfach nur Windows unter Linux bereit stellen.

Sogar auf dem Rechner meiner Freundin findet sich Virtualbox – dort stellt es die Installation bereit, die sie vor Windows 7 darauf hatte. Und sogar die Installation eines Rechners, den sie vor dem aktuellen mal hatte. Denn einige Programme Weiterlesen

Ubuntu 9.10 Karmic Koala – Pulseaudio

Es ist vollbracht.
Nachdem ich vorgestern auf einer Drei Fragezeichen Veranstaltung war, hatte ich gestern Dank Urlaub die Zeit mein Notebook auf den neuesten Stand zu bringen. Die Zeit des Release Candidate hätte ich zwar gerne genutzt, aber da gab es keine Gelegenheit.
Es gibt diverse Anleitungen im Internet wie man das Upgrade vornehmen sollte. Meine Strategie ist es gewesen, erst mal ein komplettes Image-Backup mit (man verzeihe mir das) Acronis True Image Home unter Windows zu machen und dann mit viel Vertrauen in die Entwickler das Upgrade über die ganz normale Software-Verwaltung durchzuführen.
Das hat auch geklappt – bis zu einem gewissen Punkt. Der ATI-Grafik-Treiber wurde nicht korrekt eingebunden, lag wohl daran, dass er die Header-Dateien nicht korrekt oder in einer veralteten Version installiert hatte in der das Build-Verzeichnis fehlte. Eine Reinstallation gefolgt von manuellen Eingriffen für den WLAN-Treiber und der Reinstallation der ATI-Treiber funktionierte bis auf den Sound auch soweit alles wieder.

Ich hatte in 9.04 aus verschiedenen Gründen (nicht zuletzt wegen des störungsfreien Klangs) über diese Anleitung den Pulseaudio Audio Daemon deinstalliert und musste nach dem Upgrade feststellen, dass der Lautstärkeregler von Gnome nur noch mit Pulseaudio zusammenarbeitet und ALSA nicht einmal mehr erwähnt. Nach dem Start von Pulseaudio konnte ich zwar auch wieder etwas hören, befriedigend ist das aber nicht für mich. Deshalb habe ich die Einzelschritte wieder durchgeführt. Und stellte dann fest, dass Karmic „asoundconfig“ deinstalliert hatte, was zugegeben zu Debian gehört, bei Ubuntu bisher aber immer mitgeliefert wurde. In den Kommentaren fand sich dann der Hinweis wo man die fehlende Datei wieder herbekommen kann. Gelesen, getan. Nach ein paar Anläufen ist der Sound wieder da, der Audioregler von Gnome deaktiviert, weil nutzlos und der Gnome ALSA Mischpult installiert. Nachteil, die Shortcuts über die Funktionstasten für Audio-Laut/Leise und Stumm funktionieren nicht mehr und es gibt auch kein Plugin als Audio-Regler für das Gnome-Panel. Da ich aber AWN verwende befindet sich dort jetzt das generelle Audio-Regler Applet und leistet ebenso gut seine Dienste. Für die Detaileinstellungen tut es notfalls auch „xterm alsamixer“ von der Konsole aus.

Insgesamt überzeugt mich das Upgrade leider nicht. Der Nachteil eines nicht mehr ganz so integrativen Audio-Systems irritieren. Allerdings ist die Framerate unter Linux/Wine/World of Warcraft jetzt höher als zuvor unter Windows. Es ist also nicht alles schlecht 😉

Achja… wenn ich jetzt irgend jemanden interessiert haben sollte für Ubuntu – oder auch abgeschreckt, dann habe ich noch dieses Video für Dich!!!

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