Wieso Multiple Angle auf der DVD kein Erfolg war…

Beim stöbern nach Filmen die überhaupt Multiple Angle Szenen enthalten bin ich über dieses Foren-Posting gestolpert, das eigentlich schon die ganze Misere treffend klar stellt:

Topic: DVD’s. Where the hell are my multiple camera angles?

Pr0n… or so they tell me. They tell me it’s cool and adds replay value to a DVD. Ah-ha.

-jason m

How much replay value does a movie need that is only watched in 3 minute increments?

Ohrenschmaus!

Bei “Unser Star für Oslo” war ja mal einiges gutes für die Ohren dabei – auch wenn einige Mädels wohl die gleiche Haartönung miteinander getauscht haben und sie mich rein äußerlich ein wenig an das Mädchen mit der Gitarre aus der letzten Popstars-Staffel erinnert haben.

Da frage ich mich mal wieder wo der Raab diese Leute eigentlich her bekommt. Denn er hat – wie er ja auch selber sagte – es irgendwie geschafft, die Talente zu locken, die bei anderen Casting-Shows eher Zurückhaltung geübt haben.

Apropos Raab – dem geht gerade die Quote in den Keller, da kommt ihm die Kooperation mit dem ARD wohl gerade noch recht. Lustig finde ich ja, dass er ‘damals’ die Gespräche mit dem ARD bezüglich des Grand Prix nach ein paar Tagen hingeschmissen hatte und jetzt als absolutes Novum eine Kooperation zwischen einem privatem und einem öffentlich-rechtlichen Sender zustande gekommen ist. Man mag von Raab halten was man will und auch das Jury-Gelaber (Frau Kutter im Feld, Herr Western in Hagen, Der Raab im Sessel die alle überhaupt kein Stimmrecht hatten!) zu sehr nach Schlag-den-Raab-sucht-irgend-einen-Sänger-der-bei-irgend-einem-Wettbewerb-singen-darf-Castings geklungen haben, aber ich persönlich fand die Sendung gut. Primär wegen der Sänger und Sängerinnen – und so sollte es ja auch sein.

Stuttgart 21 – Ennepetal 2010

Stuttgart 21
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Der Bahnhof Ennepetal
(auf das Bild klicken)
und hier noch ein Link…

Deal or no deal?

Ok, die Sendung ist glücklicherweise abgeschafft worden. War aber auch zu albern dieses reine Glücksspiel.

Andererseits hat die bestmögliche Regierung ™ derzeit ein nettes Problem. Ginge es nur um Geld, dann wäre es kein Problem. Glücklicherweise geht es eben nicht nur um Geld. Sondern auch um Moral. Und um Gesetze. Und um Beispielhaftes Auftreten. Und um die Initialzündunge für gewerbsmäßig betriebenen Datendiebstahl im großen Maße.

Darf ein Staat sich zum Hehler machen lassen? Darf ein Staat seine eigenen Gesetze hintergehen um Gesetzesverstöße zu verfolgen? Darf man also die verlangte Summe zahlen oder nicht? Im Grunde ist es ganz einfach. Die bereits jetzt erhaltenen 5 Datensätze reichen bereits um aus ca. 5 Millionen Euro Mehreinnahmen zu generieren. Von dieser Summe könnte man locker auch das Geld für den Verbrecher abzweigen der in seinem Land (was gehen uns die Gesetze der Schweiz an?) gegenüber seinem Arbeitgeber untreu und gegen den Datenschutz zum Verbrecher geworden ist.

Eine wichtige Frage, die sich mir stellt: Ist Steuerhinterziehung ein so viel schlimmeres Verbrechen als ein Datendiebstahl?

Die Befürworter machen beide Augen zu und meinen damit Ja und argumentieren mit den Mehreinnahmen, die dem Staat ansonsten flöten gehen.
Die Befürworter sind damit aber auch der Meinung, dass es schlimmer ist den Staatsapparat zu hintergehen als einzelne Bürger Datentechnisch bis auf das letzte Hemd auszuziehen. Sie lassen dabei aber außer acht, dass es da noch ein weiteres Problem gibt. Nämlich die Verwicklungen, die sich durchaus mit der Schweiz ergeben könnten. Wobei ich anzweifeln möchte, dass die Schweizer auch nur eine Tafel Schokolade weniger nach Deutschland exportieren werden. Und die bereits verabschiedete Zusammenarbeit mit anderen Ländern bei Steuersündern werden sie auch nicht einfach aufkündigen, sonst machen sie sich als Bankplatz lächerlich.

Eigentlich ist die Lösung für Frau Merkel und ihren Rollstuhlfahrer doch ganz klar: Sie kaufen die Daten nicht und behaupten aber, dass sie sie gekauft haben. Die Schweiz wird dabei ins Boot geholt und macht die Lüge glaubhaft. Danach werden die meisten Steuersünder in Panik geraten und zur für den Staat ertragreichen Selbstanzeige greifen. Und alle sind glücklich. Nur der Verkäufer der Daten nicht, denn der hat ja schon geliefert, aber nichts bekommen. Soll er auch nicht. Ein paar Wochen später kann man ja die Wahrheit zugeben. Im Lügen sind Politiker ja ausgebildet geübt. Man kann den Bundesbürgern dann einfach erzählen, man hätte die 2,5 Millionen gespart und alle sind wieder happy.