Netflix unter Ubuntu 14.04

Nach dem ich in Twitter darauf aufmerksam wurde, dass Netflix unter Linux nicht unterstützt wird, bin ich auf die Suche gegangen und auch fündig geworden.
Die meisten Anleitungen beziehen sich darauf, dass der Google Browser Chrome ab Version 37 (wird in vielen Beiträgen noch als Beta geführt, ist aber mittlerweile im stabilen Release-Zweig) mit ein paar kleinen Kniffen in der Lage ist über HTML5 und eingebautem DRM auch Netflix wieder zu geben.

Die ganze Prozedur dauert nicht länger als 10 Minuten!

Da die ganze Sache leider nicht von Haus aus unter Ubuntu 14.04 (leider gerade bei dieser recht beliebten Distribution) funktioniert, schreibe ich hier mal auf, wie es bei mir funktioniert hat.

Wer das ganze unter VirtualBox nachvollziehen möchte, sollte vorher auf die neueste Version updaten – am besten direkt auf der Homepage die neueste Version herunterladen, denn der interne Updater ist leider nicht immer zuverlässig und hat z.B. bei mir keine Updates angezeigt, obwohl ich 2 Versionen zurück lag. Noch kurz erwähnt, für Netflix unter Ubuntu unter Virtualbox im Chrome Browser benötigt man auf jeden Fall eine hardwarebeschleunigte Wiedergabe. Auf die dafür nötigen Installations-Schritte gehe ich hier aber nicht ein!

Im Grunde muss man nur dieser Anleitung folgen, aber ich fasse es hier noch einmal in Deutsch und mit ein paar Modifikationen zusammen und mache ein paar Anmerkungen.

Zunächst muss man entweder den offiziellen Chrome von Google herunterladen (in meinem Fall die 64 Bit Version für Debian/Ubuntu) und installieren oder besorgt sich als guter alter Paranoiker die eine Chromium-Version ab Version 37, die den Zweck wohl auch erfüllt (von mir nicht getestet).

Danach muss man in der zentralen sources.list Einträge ersetzen (hier wird von den Quelldateien 14.04 auf die Quelldateien 14.10 von Ubuntu geschaltet!) lassen:

sudo sed -i 's/trusty/utopic/g' /etc/apt/sources.list

Jetzt die Quellen-Bezugsliste updaten (hierbei werden die Nachschlage-Listen frisch geholt, damit der nächste Schritt die richtige Quelle kennt)

sudo apt-get update

Die Installation von libnss3 und libnss3-1d ist notwendig, weil die Versionen die Ubuntu 14.04 mitbringt nicht korrekt funktionieren, durch die obige Änderung kommt hier jetzt die erneuerte Version von Ubuntu 14.10 zum tragen:

sudo apt-get install libnss3 libnss3-1d

Nach dieser Installation machen wir die Änderung der sources.list wieder rückgängig. Sonst würde der Rechner indirekt auf die Version 14.10 von Ubuntu upgraden!

sudo sed -i 's/utopic/trusty/g' /etc/apt/sources.list

Zu Sicherheit noch mal die Quelldatei-Listen updaten:

sudo apt-get update

Nun brauchen wir innerhalb von Chrome bzw. Chromium noch folgendes Addon, das dem Server einen anderen Client vorgaukeln kann (auch nützlich, wenn eine Webseite
eigentlich prima klappt, aber nur den IE von MS durchlässt).

User-Agent Switcher for Chrome

Dieses Addon findet sich unter Chrome im Menü Tools Erweiterungen, dort einfach auf die Optionen klicken und folgenden Eintrag hinzufügen:

Netflix --> Mozilla/5.0 (Windows NT 6.3; Win64; x64) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/37.0.2049.0 Safari/537.36 --> Replace --> NETF

alternativ geht auch dieser Eintrag (hat bei mir funktioniert):

Mozilla/5.0 (Windows NT 6.1) AppleWebKit/537.36 (KHTML like Gecko) Chrome/38.0.2114.2 Safari/537.36

In den Einstellungen des Addons bei “Permanent Spoof list” kann man die Domain www.netflix.de bzw. www.netflix.com auch noch als permanent einstellen, so spart man sich das manuelle Umstellen des Agents.

Ich habe bei mir im Chrome-Browser noch unter der URL “chrome://plugins” den Eintrag “Widevine Content Decryption Module” bei “immer erlaubt” den Haken gesetzt, das ist nicht unbedingt nötig. Unter Windows musste ich dieses Moduel zu manuell zu einem Update bringen, unter Linux war schon die richtige Version vorhanden.

Finale!

Jetzt kann man auf www.netflix.de gehen. Wenn alles richtig gelaufen ist, erkennt die Webseite selbständig, dass man HTML5-Support benötigt und stellt das entsprechend ein.
Man kann das aber auch noch in den Einstellungen von Netflix bei Wiedergabe selber festlegen.

Viel Spaß damit!

Wie immer übernehme ich absolut keine Verantwortung und hasse mich selbst für jeden möglichen Fehler!

Veröffentlicht unter Riffer

30 Millionen Minus Eins!

Status

Mir war zu Anfang bewusst, dass ich Dir alle meine Telefon-Kontaktdaten (und vermutlich weit mehr) anvertraue.
Ich vertraute darauf, dass Du aus purem Eigennutz diese Daten für Dich behalten wirst.

Mit dem Kauf durch Facebook ist mein Vertrauen in diesen Rückhalt komplett erloschen. Facebook ist bekannt dafür, dass sie nicht nur absolut alles aufzeichnen, sondern auch absolut Alles mit Allem verknüpfen. Und es wird dabei auch nicht vor den Inhalten meiner Mitteilungen halt machen. In geringem Umfang, der vermutlich viel größer ist, wurde auch schon bekannt, wie FB Beziehungen durch ausgefeilte Mechanismen zueinander in Beziehung setzt und damit Kasse macht. Schon deshalb habe ich mir nie einen Facebook-Account erstellt. Nicht einmal mit Fake-Daten.

Ich habe soeben meinen WhatsApp-Account gelöscht, und wie um mich zu bestärken wäre gerade auch mal wieder der obligatorische Euro fällig gewesen.

Schon seit längerem habe ich Threema im Besitz, aber praktisch nicht in Verwendung, denn ‘alle benutzen WhatsApp!’.

Ab sofort kann man mich aber nur noch über Threema oder klassische SMS oder eben Mail erreichen, oder eben auch nicht. Denn einhergehend mit der Trennung von Whatsapp erobere ich mir vielleicht wieder etwas mehr Privatsphäre, denn die ständige Erreichbarkeit zu jeder Tages- und Nachtzeit durch meine Kollegen hat damit vorläufig auch ein Ende. Es sei denn sie steigen auch auf Threema um. Was ich erst mal nicht annehme, denn ‘alle benutzen WhatsApp!’.

Alle Minus Eins.

Verpören

sich aufgrund unzureichender Kenntnis von Fakten empören: „Ich habe mich verpört, weil ich den Text falsch verstanden hatte.“