Danke, danke, danke!

Danke an Lena, die für uns nach so langer Zeit (ich war damals auch am TV dabei) beim Grand Prix erfolgreich war.

Danke an die ARD, die über ihren Schatten zu Pro7 gesprungen ist und sich mit Raab verbündet hat. Und danke für den Hintergrundbericht über Lena einen Tag später, der zu Recht auch zeigt, dass Lena keine merkwürdige Autistin ist, die permanent gut drauf ist, sondern eine ganz normale aber erfrischende junge Frau.

Danke an Herrn Köhler, der klargestellt hat, dass wir auch aus wirtschaftlichen Gründen bei diversen Kriegen mitmachen. Und danke dafür, dass er daran noch ein fettes Ausrufezeichen gestellt hat – auch nach den ganzen Dementis aus seinem Hause – indem er von seinem Amt zurück getreten ist.

Danke an die Piratenpartei, die auf ihrem vergangenen teilweise doch sehr aufgeregten Parteitag gezeigt haben, was wirkliche Demokratie bedeutet. Nämlich auch, sich nicht vorher in sogenannten Konsensgesprächen auf Ziele und Personen zu einigen die man dann nur noch auf vorgeschobenen Parteitagen abnickt. Andere Parteien sind leider zu routiniert in solchen Sachen, selbst die Grünen die das in ihren jungen Jahren so schön vorexerziert haben, sind auf ihren Parteitagen mittlerweile stinklangweilig. Ob das für die sogenannte Basis noch gut ist, das wage ich zu bezweifeln.
Bei den Piraten kann man die Basis sehr direkt und in Farbe miterleben. Bei anderen Parteien kann man froh sein, wenn der eine oder andere Reporter sich bei einer der Wahlen noch bei deren Mitgliedern erkundigt, wie sie denn überhaupt zur Politik ihrer Führung stehen.

Ohrenschmaus!

Bei „Unser Star für Oslo“ war ja mal einiges gutes für die Ohren dabei – auch wenn einige Mädels wohl die gleiche Haartönung miteinander getauscht haben und sie mich rein äußerlich ein wenig an das Mädchen mit der Gitarre aus der letzten Popstars-Staffel erinnert haben.

Da frage ich mich mal wieder wo der Raab diese Leute eigentlich her bekommt. Denn er hat – wie er ja auch selber sagte – es irgendwie geschafft, die Talente zu locken, die bei anderen Casting-Shows eher Zurückhaltung geübt haben.

Apropos Raab – dem geht gerade die Quote in den Keller, da kommt ihm die Kooperation mit dem ARD wohl gerade noch recht. Lustig finde ich ja, dass er ‚damals‘ die Gespräche mit dem ARD bezüglich des Grand Prix nach ein paar Tagen hingeschmissen hatte und jetzt als absolutes Novum eine Kooperation zwischen einem privatem und einem öffentlich-rechtlichen Sender zustande gekommen ist. Man mag von Raab halten was man will und auch das Jury-Gelaber (Frau Kutter im Feld, Herr Western in Hagen, Der Raab im Sessel die alle überhaupt kein Stimmrecht hatten!) zu sehr nach Schlag-den-Raab-sucht-irgend-einen-Sänger-der-bei-irgend-einem-Wettbewerb-singen-darf-Castings geklungen haben, aber ich persönlich fand die Sendung gut. Primär wegen der Sänger und Sängerinnen – und so sollte es ja auch sein.