Deutsche Kinderhilfe … merkbefreit? Update!

Update: Odem hat einen sehr interessanten Artikel bezüglich der „Deutsche Kinderhilfe“ ins Netz gestellt, auf den ich hiermit ausdrücklich hinweisen will:

>>>>HIER LANG<<<< Sollte tatsächlich dieser Verein hinter dem erwähnten Jobangebot stecken, so frage ich mich, woher sie das Geld für sowas nehmen und wieso ihre eigenen Mitglieder (sofern sie welche haben) nicht freiwillig für eine so 'wünschenswerte' Unterschriften-Aktion auf die Straße gehen. Interessant ist auch die Begründung mit der "Deutsche Kinderhilfe" aus dem Spendenrat ausgeschlossen wurde. Es handelt sich ganz offenbar um eine politische und keine humanitäre Vereinigung:

Hier hat ein Verband versucht, das System für sich zu instrumentalisieren und dabei billigend in Kauf genommen, dass alle Spenden sammelnden Organisationen in schlechten Ruf geraten und gemeinnützige Mittel für unnötige Rechtsstreitigkeiten verschwenden. Das kann man nicht akzeptieren

Quelle

Ein weiteres Zitat aus der Welt-Online bringt es noch deutlicher an den Tag:

Nach Ansicht der ADD war nicht hinreichend klar, ob die Spenden des Landesverbandes satzungsgemäß für das Wohl benachteiligter und Not leidender Kinder verwendet werden.

Na, wenn das nicht eindeutig zeigt, was dieser Verein tatsächlich ist? Und sowas erhält immer noch eine Stimme bei der Presse?

Ein letztes Zitat macht alle meine Fragen bezüglich des Auftrags der „Kinderhilfe Deutschland“ überflüssig:

Die Probleme bei der Deutschen Kinderhilfe sind auch politisch hoch brisant, weil Ehrmann sich bisher auf großen Rückhalt von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) verlassen konnte.

Update Ende

Die deutsche Kinderhilfe, die sich zur „einzigen echten unabhängigen Stimme für Kinder in Deutschland“ erklärt, versucht derzeit durch eine Unterschriften-Aktion Gegenstimmen zur Petition zu sammeln.

Traurig, dass eine renommierte unter dem Deckmantel der Hilfe für Kinder agierende Organisation so offensichtlich gebetsmühlenartig die immer gleichen Argumente der Befürworter wiederholt und sich damit vor den Karren der Fr. v. d. L. spannt, statt die Argumente gegen diese Internet-Zensur für sich zu reflektieren und sich wie z.B. der Verein Trotz Allem e.V. gegen dieses Machwerk zu stemmen und ECHTE und WIRKSAME Maßnahmen gegen Kinderpornographie zu fordern.

Schaut Euch doch mal das Video hier an und kommentiert mir wieso so ein Schwachsinn überhaupt in ein Gesetz einfließen soll!

Das Internet ist tatsächlich kein rechtsfreier Raum und genau deshalb stellt sich die Frage, wieso das BKA oder wer auch immer dafür zuständig ist sich nicht um die Sperrung jeder einzelnen Website kümmert, statt statt dessen transparente Gardinen davor zu hängen die jeder einfach beiseite schieben kann, der auch nur ein wenig technischen Sachverstand hat? Statt dessen werden hier offenbar bereits seit längerem bestehende Strukturen genutzt um die Internet-Gemeinde und eine Petition mit inzwischen über 86000 Stimmen zu diffamieren. Schaut man in die Presse, so fragt man sich, wer hier besser organisiert ist. Die Lobby von Fr. v. d. L. oder die der Internet-Benutzer.

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Wähle Piraten!

Die aktuelle Diskussion um die Internet-Sperren der Fr. v. d. L. (auch Zensursula genannt) zeigt in meinen Augen, dass wir dringend eine politische Organisation benötigen, die für unsere Grundrechte auch und gerade in den digitalen Medien eintritt. Was einst die Grünen für unserer Umweltbewusstsein (und das der anderen Parteien) getan haben, dass erwarte ich von den Piraten für unsere digitale Selbstbestimmung!

Daher fordere ich hiermit Dich als Leser meines Blog auf:
Gib den Piraten Deine Stimme!
Bei der Europawahl sind sie definitiv dabei!

Und sorge doch mit Deiner Unterstützung dafür, dass wir sie auch in den Bundestag wählen können!
(Ihr müsst sie ja nicht selber wählen, aber gebt uns anderen doch bitte die Möglichkeit dazu!)

(Diese AufforderungBitte bleibt bis zur Bundestagswahl der Startartikel, nicht dass versehentlich einer meiner zahllosen Leser das überliest 😉 )

Online-Petition gegen Internet-Sperren – mitmachen!!!

Es gibt eine Online-Petition gegen die Zensur-Maßnahmen der Ursel von der Lügen – es braucht 50 tausend Stimmen. Und im Moment sind es ‚erst‘ 18.000 – also mach mit! Jede Stimme zählt, jeder der auch nur ein wenig technisches Interesse hat, muss erkennen, dass diese ganze „Stopp“-Konstruktion komplett am Ziel vorbei geht und statt dessen ganz andere Bereiche (nämlich unsere Grundrechte auf Informationsfreiheit) bedroht.

Das Registrieren und Mitzeichnen kostet Dich nur 3 Minuten Deiner Zeit und die sollte jeder ein wenig politisch interessierte Mensch übrig haben, denke ich!

Ich hab es zuerst bei Heise gelesen, aber auch Blogs wie Edge, Alvar, der Hostblogger und ungezählte andere weisen auf die Petition hin. Da will ich mich nicht ausschließen.

Text der Petition
Wir fordern, daß der Deutsche Bundestag die Änderung des Telemediengesetzes nach dem Gesetzentwurf des Bundeskabinetts vom 22.4.09 ablehnt. Wir halten das geplante Vorgehen, Internetseiten vom BKA indizieren & von den Providern sperren zu lassen, für undurchsichtig & unkontrollierbar, da die „Sperrlisten“ weder einsehbar sind noch genau festgelegt ist, nach welchen Kriterien Webseiten auf die Liste gesetzt werden. Wir sehen darin eine Gefährdung des Grundrechtes auf Informationsfreiheit.
Begründung
Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt. Eine Sperrung von Internetseiten hat so gut wie keinen nachweisbaren Einfluß auf die körperliche und seelische Unversehrtheit mißbrauchter Kinder.

Mach mit!

Es geht um unsere Freiheit!

Ich bin….

… bestimmt Pädophil und ein potentieller Amokläufer – und vermutlich auch schlimmeres, vielleicht sogar ein linksradikaler Volksverhetzer (was wohl strafbarer ist)?!

So wie der Rollstuhlfahrer mich bereits in einen Sack mit amoklaufenden Gewaltverbrechern gepackt hat, so macht seine Busenfreundin Fr. v. d. L. (die letzlich für den BKA den KinderpornoZugangs-Filter durch den Bundestag kämpft) jetzt auf die gleiche Weise weiter.
Da als ich als IT-Beschäftigter mich durchaus mit der Umgehung von Internet-Sperren auskenne, bin ich ab sofort einer von ca. 20 Prozent der Pädophilie im Grundverdacht schuldigen Bundesbürger:

„Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft“, erklärte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen dem Berliner Radiosender Radio Eins leicht missverständlich.

Quelle: Golem.de via Edge

Interessant ist auch, dass sich laut Focus die Umsetzung der Sperre verzögern wird. Die Vermutung liegt nahe, dass in Zukunft nicht die Internetprovider die Umsetzung der Sperre durchführen werden, sondern, dass sich das BKA selbst bei den Providern einhängen wird um die Listen zu ‚pflegen‘.

Noch interessanter ist für mich allerdings, dass die Provider durch die Bank dazu verpflichtet sind die Zugriffe auf gesperrte Inhalte zu protokollieren. Also wird jeder halbwegs intelligente Bürger, der dazu in der Lage ist die Sperre von vorne herein umgehen – schon alleine um gar nicht erst in den Fokus des BKA zu geraten. Ich wage schon jetzt die Aussage, dass bestimmte DNS-Server im Ausland merkwürdig hohe Zugriffszahlen aus Deutschland bekommen werden. Bin mal gespannt, ob die Betreiber der deutschen DNS-Root-Servern zukünftig auch auf Sperrseiten umlenken müssen.

Für technisch weniger versierte Leser (ab hier wirst Du übrigens zum Pädophilen-Verdächtigen ausgebildet!):
DNS-Server sorgen für die Umsetzung von Klartext-Namen wie www.heise.de in eine sogenannte IP-Adresse über die der tatsächliche Zugriff auf eine Seite passiert (der Browser macht das intern so). Da das eine sehr häufige Aktion ist, gibt es von diesen DNS-Servern eine große Anzahl. Und diese tauschen durch ein kaskadierendes System ständig die neuesten Informationen miteinander aus. Und dann gibt es noch die DNS-Root-Server, die sozusagen als Urquelle dieser DNS-Listen funktionieren. Davon gibt es nur sehr wenige. Aber die sind durch ihre zentrale Funktion natürlich besonders für den für die Sperrung notwendigen Umleitungsjob geeignet. Das wird aber nicht passieren, weil es sonst international Probleme geben wird. Denn das Internet ist kein ‚lokales‘ Netzwerk. Und so kommen zur Umgehung entweder die DNS-Root-Server direkt oder ausländische DNS-Server in Frage. Trägt man in seinem Router oder in seinem Rechner entsprechende DNS-Server ein (statt die des Providers, der natürlich auch sowas hat und über den die Sperre dann auch erledigt wird), so kommt man gar nicht erst auf eine solche gesperrte Seite bzw. auf das scheinbar so erklärungsbedürftige Stopp-Schild. (Stopp im Deutschen übrigens mit zwei P).