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Die Wii und der 1. April

Heute jährt sich zum zweiten mal ein besonderer Tag für jene, die sich irgendwann mal die Wii-Firmware geändert haben, bzw. haben lassen.

Eines der wichtigsten Programme in dem Zugsammenhang ist der sogenannte “Preloader”, der in der Version 0.29 dafür sorgt, dass man z.B. statt des normalen Systemmenüs direkt in den Homebrew-Channel gebootet wird. Es ist auch ansonsten nützlich, sozusagen als Barriere gegen ungewollte Modifikationen durch neue Spiele, die sonst ungefragt neue Firmwares aufspielen könnten.

Dieses Programm ist aber schon letztes Jahr Stein einigen Ärgers gewesen, und ein Bekannter hatte das Problem und hat mich telefonisch um Hilfe gebeten. Beim Booten kam nämlich die Meldung

now repairing, do not power off

.

Eigentlich ist die Meldung harmlos und kann mit Druck auf die “A”-Taste der Wiimote übersprungen werden und soll auch nur eine April-Scherz darstellen. Es gibt aber wohl einige unvorsichtige oder über-vorsichtige Menschen, die veranlasst durch die Meldung in Panik geraten sind und unverzüglich diverse Systemdateien gelöscht und sich die Wii damit oder auf andere Weise beschädigt haben.

Daher hier mein Eintrag. Möge er im Google möglichst leicht zu finden sein, auf dass andere nicht in die Falle tappen die eigentlich gar keine ist.

Ein Meilenstein für Riffer

Bis vor einer Woche war ich recht zufrieden mit dem, was mein N82 von Nokia – dem ehemaligen Marktführer in Europa – so alles konnte. Da hatte ich abonnierte und automatisch über WLAN herunter geladene Podcasts, konnte mit Route66 fast immer meinen Weg finden, habe schnell mal eben meinen Kontostand geprüft und als Wecker leistete es ebenfalls gute Dienste.

Dann habe ich mich – angeregt durch einen Beitrag bei Daniel – mal etwas mehr für Android interessiert. Die Möglichkeiten für Programmierer sind ausgewogen, jedoch werden Applikationen nicht, wie vielleicht anzunehmen in C oder C++ geschrieben, sondern in Java mit einer entsprechenden SDK dabei. Ein spezieller Compiler macht dann aus dem herkömmlichen Java einen für das Handy speziell angepassten und der ist quasi ebenso schnell wie wie C/C++ geschriebene und für den Prozessor compilierte Programme.
Die Einbindung von nativen Routinen hat man aber ebenso vorgesehen, jedoch eher um bestehende Routinen eher als Hilfsbibliothek für in Java geschriebene Programme bereit zu stellen. Das von Google bereit gestellte NDK ist insgesamt wesentlich weniger Umfangreich als die sonstigen Routinen und das komplette User-Interface kann komplett nur in Java betrieben werden.

Nachdem meine Neugier – als Entwickler von Software ebenso, wie als altes Spielkind welches ich immer noch bin – geweckt war, stand die Entscheidung fest, dass möglichst bald ein Android Handy angeschafft werden würde. Und das habe ich dann auch getan. Vielleicht etwas früh, denn in diesem Jahr wird wohl eine Vielzahl von Android Handys auf den Markt kommen. Von den aktuellen habe ich jetzt auch nicht das schnellste, sondern eher das wertigste und trotzdem noch kostengünstige Motorola Milestone gekauft. Zuerst war meine Wahl auf das Liquid von Acer gefallen, aber Berichte in diversen Foren über zerstörte Displays nach harmlosen Fallern haben mich dann doch abgeschreckt. Das Display ist im Vergleich dann auch nicht ganz so gut, obwohl das Gerät mit 768 MHz zu den derzeit schnellsten gehört. Dem Display des Milestone oder “Steins” wie Fans wohl auch sagen ist so schnell wohl auch kein Gegner gewachsen. Selbst die grellbunten AMOLEDs die derzeit auf dem Markt für Aufsehen sorgen sind ihm meiner Meinung nach weit unterlegen, denn sie sind bei Tageslicht – also draussen – fast nicht mehr erkennbar.
Und da ich mit meinem Android Handy natürlich alles machen können wollte, was ich auch mit dem Nokia machen konnte, habe ich eben auch auf ein bei Tageslicht gut lesbares Display wert gelegt. Ein Kollege würde vermutlich jetzt sagen, wozu, ich gehe ja sowieso nie raus, aber das ist nur seine private Meinung. Ein weiterer Pluspunkt ist die ausschiebbare Tastatur, die bei ’schwierigen’ Wörtern, bei denen die Bildschirmtastatur – für die es aber auch noch eine wirklich tolle Ergänzung gibt – nicht mehr so brauchbar ist, wirklich gute Dienste leistet, auch wenn sie für meine Hände sehr klein ist und ich sie praktisch nur mit den Daumennägeln bedienen kann.

Kurzum: Whow!

Ich bin wirklich beeindruckt, was so ein Android Handy alles kann. Ich meine, wer hätte vermutet, dass es sogar möglich ist damit Metall in der Wand zu finden? Oder dass ein elektronischer Kompass drin ist? (Vermutlich der gleiche Baustein?). Oder dass das für 29,- Euro wirklich preiswerte Navi “Copilot” sogar die TTS-Engine verwendet und damit in der Lage ist, die Straßennamen vorzulesen? Oder dass es mittlerweile über 30.000 Anwendungen (das Wort App mag ich gar nicht, meine Freundin schäumt da jedesmal..) für das Gerät gibt?
Das Handy löst sogar meinen althergebrachten Rockbox-MP3-Player ab, einfach weil es den Mortplayer gibt und dieser für Hörbücher ganze Arbeit leistet. Dazu kommt noch die zuverlässige Kopplung über Bluetooth an mein Autoradio.
Apropos Bluetooth. Das Milestone kann sogar gleichzeitig über das Navi Sprachanweisungen auf dem Autoradio ausgeben und gleichzeitig mein Earset handhaben. Das zumindest konnte mein Nokia nicht.

Der Blog eines Elektronik-Verrückten…

Schaut Euch das mal an, da macht der Gute aus 64 LEDs und ein paar Kilometern lackiertem Kupferdraht seinen eigenen Gameboy.

Naja… fast. Aber mit ein wenig Fantasie kann man die LED als Super Mario erkennen:

3D drucken für kleines Geld

Seit über 20 Jahren gibt es sogenannte 3D-Drucker, die durch Drucken in Schichten oder durch punktförmige Laserbestrahlung (mehrere Hochenergie-Laser aus verschiedenen Richtungen erzeugen Wärme an einem einzigen Punkt um dort ein Kunststoff-Substrat zu festigen) teilweise sehr komplexe 3D-Objekte erzeugen können.

Heutzutage findet sich so etwas z.B. in jedem besseren Zahnlabor, teilweise sogar direkt beim Zahnarzt um Zahnersatz bzw. exakt passende Formen anhand eines zuvor durchgeführten 3D-Scans zu erstellen. Diese Geräte haben den klassischen Modell-Bauer, der primär für Industrie-Betriebe bedingt funktionsfähige Modelle erstellt, die Arbeit erleichtert, aber leider auch um eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätze gebracht, ihm die Arbeit also abgenommen. Das Berufsbild hat sich gewandelt – musste er früher ein talentierter Fein-Handwerker sein, der mit der Feile wahre Wunder vollbrachte, so ist er heute eher CAD-Designer mit einem Talent dafür die Dinge in die richtigen Zusammenhänge zu bringen.

Die Kunst in 3D zu drucken war bisher extrem teuer, für Hobbyisten geradezu unbezahlbar, denn selbst die einfachsten Geräte kosten mehrere 10tausend Euro.

Wer aber Spaß an der Sache hat, kann mit dem Aufwand von etwa 500,- Euro und einigen Stunden Arbeit so einen 3D-Drucker selber bauen.

Das Projekt Gemeinschaftsprojekt RepRap auf das ich bei Haxx.se gestoßen bin, bietet alle dafür nötigen Bestandteile als OpenSource an und wenn man seinen Drucker erst einmal fertig hat, kann man sich den nächsten sogar selber drucken!