Der Würg von Deutschland…

Die blinden Anhörungen fanden meine Frau und ich noch ausnehmend gut, auch wenn wir nicht jede Entscheidung der Jury mittragen konnten.

Was wohl auch daran liegt, dass sie im Saal vermutlich erheblich mehr heraushören können als wir Zuschauer daheim, die mit einfachem Stereo abgespeist werden, der nicht mal richtig abgemischt wird.

Gestern war es dann aber einfach zu viel:

– Diese gegenseitige Lobhudelei der Teilnehmer und Anteilnehmer. „Ja, wenn solche Titanen aufeinander treffen, dann muss ja was Gutes raus kommen“ – geht es noch???
– Diese unsäglich schlechte Audio-Übertragung zwischen der Werbung (bei der einem deshalb dann die Ohren weg fliegen, wenn man seinen 5.1 Verstärker entsprechend aufgedreht und angepasst hat, um überhaupt irgendwie die Stimmen zu hören zu können. Es heißt ja Stimme, nicht Geräusche. Und gestern waren die Stimmen fast nicht zu hören. Und was man hören konnte klang nach ‚ey, ich brülle mir hier die Stimme raus, weil die Musik viel zu laut über sie gemischt wird!‘.
– Dieses ewig lange Gelaber mit Pseudo-Interviews in einer Mobilfunkanbieter-Werbe-Vorhölle während man auf den nächsten ‚Akt‘ wartet.
– Dieser verstrahlte Moderator, der solche hochwertigen Kommentare wie „ja, da hat der Dr. Ton aber ein Lob für Dich“ abgibt.

*KOTZ!*

Vielleicht nächstes Jahr wieder. Aber für dieses Jahr ist uns definitiv die Lust vergangen. Da half auch aller beschworener Lokalpatriotismus für die Wittenerin nichts. Ich will nicht mal mehr wissen, ob sie weiter ist. Mit ihren scheinbaren Ruhrpott-Sprüchen ist sie eh nur das Vorzeigemaskottchen der Sendung gewesen.

Übrigens: Witten ist ja mal voll rischtisch Ruhrpott. Na aber klar! So wie Hagen, Unna und Lüdenscheid. Echt ey! Glaubse nicht, wa?

Offener Brief zu: Podcast der Sendung Hart Aber Fair

Lieber WDR!

Vielen Dank für die Möglichkeit „Hart aber Fair“ des ARD bei als Podcast laden zu können.

Es ist überhaupt eine echte Wohltat eine Sendung, die man während der Woche nicht sehen/hören konnte, wenigstens später per Podcast auf dem Android Smartphone im Auto hören zu können. So ist die gute halbe Stunde pro Strecke auf der Autobahn nicht völlig unnütz verbracht.

Was mich aber wirklich stört ist die Tatsache, dass Ihr nicht über die Möglichkeit verfügt den Podcast als echte Audio-Kopie anzubieten. Statt dessen wird immer wieder statt der üblichen Einspieler innerhalb der Sendung der Text „Leider können wir aus urheberrechtlichen Gründen das Material nicht anbieten, die Aufzeichnung geht nach einer kurzen Pause weiter“ (sinngemäß) vorgelesen. Und nach der Zeit, die der Einspieler dann gedauert hätte, geht es dann auch weiter. Abgesehen von der mitunter sehr langen Pause die dadurch entsteht, geht auch der Sinn-Zusammenhang der Sendung zu großen Teilen den Bach herunter.

Kurzum: Bitte sorgt doch dafür, dass Eure Einspieler auch in den Podcast einfließen dürfen. So schwer kann das doch nicht sein, inkl. Bild und Ton dürft Ihr, aber nur den Ton dürft Ihr nicht? Das finde ich etwas merkwürdig, um nicht zu sagen doof.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Riffer

P.S.: Außerdem würdet Ihr für wesentlich weniger Bißspuren in meinem Lenkrad sorgen. Oder sogar mein Leben verlängern, weil ich während einer solchen Pause bei voller Fahrt und Wut eben keinen Kotzanfall bekomme. Oder einfach völlig ausraste und

Der graue Hulk und seine Frau gehen baden.

Der graue Hulk sucht Frau einen schönen kleinen naturbelassenen Badesee aus in dem die beiden schwimmen wollen. Naturbelassen wie er ist hat er kein Geld dabei und so entschliessen sich die beiden einfach in die unerlaubten Gewässer jenseits des erlaubten und bewachten Sandbadestrandes für ihre Aktivität zu nutzen.
Wieder mal was gespart so denkt der graue Hulk.
Das Baden ist dort eigentlich nicht gestattet, aber das ist dem graue Hulk in seiner Allmacht egal, er ist jederzeit Herr der Lage und mächtig genug seine Frau vor allem und jedem zu beschützen.
So denkt der graue Hulk.
Es kommt wie es kommen muss, sie durchqueren einen Schilfabschnitt und just in diesem Moment trifft die Frau des graue Hulk etwas am Kopf. Wie es sich zeigt, sind da drei freche Gören am Strand und einer von ihnen schleuder mit einer Waffe etwas ekeliges in das Wasser.
So nicht, denkt der Hulk.
Und schwimmt in voller Wut an den Strand, entreisst dem einen der Wüstlinge seine Waffe, beschimpft den unmündigen und ist möglicherweise kurz davor alles klein zu schlagen. Und wie man den Hulk kennt, ist er erst mal wütend, kann ihn nichts mehr aufhalten. So nimmt es auch nicht wunder, dass weder Entschuldigungen noch die anwesenden Erwachsenen eine Deescalation bewirken können.
Aber er ist ja jetzt der graue Hulk, der zivilisierte Hulk. Und so besinnt er sich auf seine in den späten Jahren erworbenen Qualitäten als guter Bürger und lässt statt seiner Wut einfach den Rechtsstaat auf den Unmündigen los. Um nicht als böser Buhman da zu stehen lässt er aber seiner Frau den Vortritt und hält sich vornehm zurück, wie es sich für den grauen Hulk den ja jeder kennt gehört.
Doch sehr zum Pech des grauen Hulks stellt sich heraus dass der Statt gegen den Unmündigen nicht vorgehen kann, und überhaupt sei das alles ja gar nicht so gelaufen wie vom grauen Hulk und seiner Frau geschildert, denn der Junge war ja gar kein Böser, sondern ein Angler und er hatte es auch nicht auf die Frau des grauen Hulks abgesehen, sondern auf die Fische in deren Teich die Hulks herumschwammen.
Diese Niederlage stinkt dem grauen Hulk und seiner Frau, aber er kann nichts weiter machen als sie hinzunehmen.

Und hier wäre unsere Geschichte eigentlich am Schluss.

Aber weit gefehlt. Denn die lokale Bloggerszene hat Wind von der Sache bekommen, darüber berichtet und den Hulk auch um eine Stellungnahme gebeten. Aber statt der Stellungnahme oder einer etwa altmodischen Richtigstellung versucht der graue Hulk zusammen durch den Iron Man eine Verfügung gegen den bösartigen Blogger und seine infame Lügengeschichte zu erzielen um diesem bösen, bösen Menschen jedwede weitere Berichterstattung zu vermiesen. Und dass sich der böse Blogger auch nicht mit den legitimen Mitteln der Presse gegen diesen unangemessenen Angriff zur Wehr setzen darf, das ist ja wohl klar.

Denkt der graue Hulk.

Aber der graue Hulk hat wohl noch nichts von dem mittlerweile berühmten Streisand-Effekt gehört und sollte sich unter diesen Umständen fragen, ob ein gesitteter Rückzug seines Iron Man nicht doch besser wäre, bevor die Geschichte noch weitere Kreise zieht. Zum Beispiel könnte wegen der nicht genehmigten Nutzung des Badesees eine Anzeige drohen. Oder wegen der ‚Konfiszierung‘ der Futterschleuder.
Oder die Liga der Superhelden schließt ihn aus ihren Kreisen aus.

Privat ist das alles schon lange nicht mehr, denn der graue Hulk ist eine Person des öffentlichen Lebens und vielen Leute bekannt. Da kann man schon mal ein Wort darüber verlieren, wenn solche ‚Idole‘ der Neuzeit aus ihrer sonst so gelassenen Rolle ausbrechen.

Wenn er also so weiter macht, dann geht der graue Hulk wirklich baden. Und das im sprichtwörtlichsten Sinne.

Verbietet alle Medien!

100% aller Attentäter und Amokläufer haben auch Medien konsumiert.

Vor allem solche, die unreflektiert über World of Warcraft als Ballerspiel berichten und zusätzlich krampfartig jeden Ego-Shooter als Auslöser für Taten wie die vom Wochenende sehen.

Und wenn es nicht die Ballerspiele-Spieler waren, dann sicher irgendein Islamist. Und so etwas kann man als selbst ernannter Experte natürlich sofort auf Grund von verwackelten TV-Bildern felsenfest beurteilen.

Extremisten sind Arschlöcher. Immer. Alle. Punkt

Das gilt auch für extreme Berichterstatter und sogenannte extrem gut informierte Terror-Experten.

Shame on you!

P.S.: Herr Doktor Pfeiffer! Schnell! Nutzen sie die Chance mal wieder in den Medien irgend welchen Unsinn zu bösartigen Computer-Spielern abzulassen. Vergessen Sie dabei aber bitte nicht, 100% aller Attentäter hatten Mütter, Sie hatten sicher auch eine. Das macht Sie doch extrem verdächtig, oder?