Tief im Westen…

Aus mir ist gestern ein Bochumer geworden. Also mit neuen Papieren, einem neuen Nummernschild usf.. So wie es sich halt gehört für einen ‚artigen‘ Bürger – abgesehen davon, dass es ein Bußgeld kostet, wenn man es nicht innerhalb einer Woche nach dem Umzug erledigt.

Die ganze Angelegenheit war total simpel, nur eben schnell auf das Bürgeramt und nach ca. 30 Minuten hatte ich die Bürgerschaft meiner Geburtsstadt Hagen aufgegeben und die von Bochum angenommen. Fühlt sich komisch an. Irgendwie so, als wäre man gerade beim Tätowierer gewesen und hätte sich kurz entschlossen einen Drachen auf das Bein stechen lassen. Da fragt auch keiner ob man das wirklich will. Und ob man sich die Konsequenzen gut überlegt hat. Heutzutage ist das Umziehen wohl auch nur noch eine Lapalie. Denkt man darüber nach, dass die Städte früher das Bürger-Recht nicht an Hinz&Kunz vergaben, sich Städte mit hohen und wehrhaften Mauern umgaben, so ist man heute da doch schon viel freier. Hat man genug Geld, wird man auch recht schnell umgemeldet. Ich frage mich gerade, ob man ohne ein Konto heutzutage noch ein KFZ führen kann, da die Steuern immer nur vom Bank-Konto eingezogen werden.

Ich bin hier glücklich und so langsam auch zu Hause. Was daran liegt, dass ich jetzt mit meiner Freundin zusammen lebe, die Katzen sich hier in der schönen Wohnung mit Balkon sauwohl fühlen und ich natürlich auch. Und dass ich die muffige alte, nervige Wohnung in Hagen schon gekündigt habe und damit eigentlich auch schon abgeschlossen habe – sobald alles, was ich noch benötige aus der Bude raus ist, lasse ich sie von www.die-freiraeumer.de leermachen und bin damit fertig.

Der Weg von und zur Arbeit ist auch irgendwie reibungsloser, auch wenn die Staus genau beobachtet sein wollen. Der Schnee ist natürlich nicht zu verachten, aber Autobahnen werden Allgemein auch besser geräumt als die Pleite-Stadt Hagen das so mit den innerstädtischen Straßen macht. Und so bin ich da also jetzt raus.

Naja… wollte ich nur mal kurz gesagt haben.