Beiträge vom 12. November 2009

Software-Patente? Software-Patente!!!

Microsoft ist – wie viele andere Firmen – in den USA faktisch dazu gezwungen jeden möglichen und unmöglichen Unsinn zu patentieren, in Amerika kann man nämlich nur die Patente anderer missbrauchen verwenden, indem man in größeren Interessens-Verbänden seine Patente in einen gemeinsamen Pool einbringt.

Je mehr also eigene Patente, um so besser. Für das jeweilige Unternehmen. Wem die Patente fehlen muss in so einer Situation nämlich kräftig drauf legen, wenn er die Erfindungen von anderen verwenden will. Was eben dazu führt, dass jeder Kram der auch nur irgendwie originär ist, patentiert wird.

Was aber in Amerika ebenso wie in anderen Ländern gilt, ist das sogenannte ‘Prior Art‘ Konzept. Es sagt mehr oder weniger, dass etwas, was schon von jemand anderen öffentlich gemacht wurde nicht mehr patentiert werden kann. Es muss ‘neu’ sein. Und irgendwie einzigartig…

Und wie so oft in der besten aller Welten geht es gerade dabei nicht unbedingt gerecht oder gar fair zu. Da wird auch gerne mal so getan als habe man die Banane selbst erfunden, und nicht etwa die Natur. Oder als wäre eine Rolltreppe mit einer anderen Farbe plötzlich eine ganz neue Sache als wenn sie einfach nur aus Metall besteht (ok, es gibt auch welche aus Holz, aber die sind im letzten U-Bahn-Brand in GBR abgebrannt).

Und jetzt ist mal wieder Microsoft dabei erwischt worden, wie sie etwas patentiert haben, das ganz einfach bereits seit langer Zeit existiert und Verwendung findet. Ein Konzept, das bereits seit BSD-Zeiten (das ist ein Vorfahr von Unix) auf großen Mainframes (das sind diese riesigen Rechnerschränke, die man ab und zu mal in alten Filmen sieht, ich empfehle ‘Hackers’ oder ‘Brainstorm’) existiert. Heutzutage steht der Unix-Befehl sudo für dieses Konzept. Es bedeutet ganz grob gesagt, dass man sich durch ein Kommando und eine Autorisierung höhere Rechte auf einem Unix-System erteilen lassen kann.

Und dieses in Internetjahren uralte Konzept hat Microsoft sich jetzt patentieren lassen. Ok, sie haben die Banane jetzt in Butterbrot-Papier gepackt, bzw. die Rolltreppe mit bunten Lichtern versehen, aber es ist immer noch die Banane, bzw. die Rolltreppe. Bloß eben jetzt mit Butterbrotpapierlichtern. Äh… einer GUI natürlich. Das macht das Konzept natürlich zu etwas ganz großartig neuem und patentierfähigem!!!

Peinlich wird es werden, wenn Microsoft versucht sein Patent dann auch gegen andere durchzusetzen. Also so richtig auf dem Klageweg. Oder mit Abmahnungen – wobei die Amis dieses Konzept wohl noch nicht kennen. Dabei sind deren Anwälte doch sonst so schlau, wenn es ums Geld machen geht? Die haben ja auch die Patente erfunden. Damit sie was zu klagen haben.

Aber vielleicht wird ja der Schöpfer von sudo, Todd Miller, beim Patentamt Klage erheben. Wünschenswert wäre es ja. Und dass Microsoft dafür so richtig abgewatscht wird. Öffentlich. Mit den Hosen runter. Damit man den patentierten Darmausgang besser sehen kann.

Mehr dazu hier und hier.

Meine Hoffnung ist ja immer noch, dass die EU reine Software-Patente dann doch nicht zulässt.

Vielleicht ja auch mit Hilfe der Piratenpartei.

Ein Name der Anlass zum lächeln gibt…

Hey, ich gebe es zu!

Ja!

Schon wieder übrigens ;-)

Ich bin über 40 und schaue immer noch wieder Popstars! Ja! Und ich frage mich, was mich an dem Format eigentlich interessiert.
Vermutlich ist es der gleiche Voyeurismus der mich damals schon die erste Staffel von Big Brother hat sehen lassen. Damals habe ich das ganz gerne gesehen, aber das Format ist sowas von triefäugig ausgelutscht, da ist das Auge von Karl-Dall ja noch schön dagegen!

Und irgendwie es treibt mich auch Mitleid. Mitleid mit den teilweise doch recht sympathischen und wohl größtenteils auch talentierten jungen Leuten die da angetreten sind um sich durch die Vermarktungsmaschinerie von Pro7 in ein Hamsterlaufrad aus Albumrelease, Liveauftritten und Pro7-Werbeträgern jagen zu lassen bis das Rad entweder nach der ersten Runde zu quietschen beginnt oder es irgendwann später ins Trudeln kommt und aus dem Lager springt – spätestens nach einem Jahr, weil dann Platz für die nächste Popstars-Gruppe gemacht werden muss. Monrose (heißen die überhaupt so?) fällt mir eigentlich nur dadurch auf, dass ich die vorzeigbaren Mitglieder entweder moderieren oder sich als Model versuchen sehe.

An alle angehenden und scheiternde Popstars: Ihr habt mein volles Mitgefühl! Egal ob ihr scheitert oder gewinnt. Denn auch der vermeidliche Gewinn wird irgendwann ein Scheitern sein. Ihr liefert uns gute Unterhaltung ab. Ihr füttert unsere Sensationsgier und unsere niederen Instinkte. Wir sind halt alle nur Menschen.

Der Aussteiger des heutigen Tages ist übrigens Eituk. Oder Eitu. Je nachdem ob man gerade Popstars, Popstars die Auslese, Popstars Backstage, Popstars das Plüschtier, Popstars die Schminke oder irgend ein anderes Pro7 Format guckt. Ich habe ihn oft als Eitucke bezeichnet. Sorry dafür.