09/11 und die Folgen…

09/11 bezeichnet den 11. September 2001 – die Amis verdrehen nämlich Monat und Tag…

An diesem zu trauriger Berühmtheit gelangten Tag waren meine damalige Freundin und ich auf eine Taufe eingeladen, deshalb hatte ich mir an dem Tag frei genommen.
Wir standen zwar spät auf, aber da Männer im Allgemeinen (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel) recht schnell mit Umziehen fertig sind, habe ich vor der Abfahrt fern gesehen und zuerst gedacht, was für ein absurder Action-Film das ist, der da angekündigt wird. Man sah kurz den Ausschnitt wie das erste Flugzeug in den ersten Tower geflogen ist, den Hinweis ‚dazu gleich mehr‘ und dann kam Werbung. Das war RTL damals. Der Sender, der dann über 12 Stunden von dem Anschlag berichtet hat. Mit Peter Klöppel als Moderator.

(der Text ist noch erheblich länger… bitte klicken)

Und dann habe ich irgendwie doch noch realisiert, dass es sich um die Wirklichkeit handelt. Dass da gerade viele Menschen sterben, dass die Kamera da für die nächsten Stunden gezielt drauf halten wird und dass wir hier in Deutschland und auch anderswo einfach nur hilflos zusehen können. Meine Freundin hat sich in der Zeit geschminkt, sie war Taufpatin. Als ich sie benachrichtigt hatte, sahen wir dann noch wie der erste Turm in sich zusammen stürzte und wie wenig später auch der zweite zu Staub zerfiel, bevor wir los mussten.

Die Bilder, die man auch später immer wieder in den Rückschauen ansehen konnte waren irgendwie irreal und unfassbar. Als wäre da ein filmischer Vampir zu Staub zerfallen – oder dieser Bösewicht aus „Indiana Jones jagt nach dem heiligen Gral“, dessen Wahl falsch gewesen ist.

Noch während ich die Bilder der brennenden Gebäude sah, habe ich auf der Arbeit angerufen und meinen Kollegen Bescheid gegeben und sagte am Telefon

Ich fürchte, Amerika hat ein Problem. Die ganze Welt wird ein Problem bekommen!

Die wollten sich dann über das Internet informieren, das seine erste Bewährungsprobe nicht wirklich bestanden hat. Große Nachrichtenseiten wie Welt.de und Sueddeutsche.de gingen so sehr in die Knie, dass sie erst nach Stunden und dann auch nur mit reduzierten Behelfs-Seiten wieder online waren. Die Kollegen haben sich dann über Radio und soweit ich weiß über den im Auto eingebauten TV (im Navi) über die Lage informiert.

Wir sind dann auf die Taufe (wieso eigentlich auf?) gefahren und diese war auch ganz nett. Als ich auf das große neue Thema des Tages zu sprechen kam, haben mich die Eltern des Kindes ganz so angeschaut, als würde ich Märchen erzählen – ungläubig wäre noch ein zu schwacher Ausdruck. Sie waren nicht mal im geringsten darüber Informiert, denn sie waren ganz und gar auf ihr Kind und dessen Taufe fokussiert.

Ja, so war das damals…

Welche Auswirkungen hat das Ganze auf uns?

Zunächst einmal: Die Terroristen haben gewonnen. Sie haben unsere Regierungen dazu gebracht, die Ziele unserer Kommunikation zu protokollieren. Sie haben sie dazu gebracht unsere Freiheit immer weiter einzuschränken und uns zu gängeln wo es nur geht. Sie haben bei den Leuten, die sich verantwortlich für die Sicherheit der Nationen halten, eine derart gewaltige Paranoia ausgelöst, dass wir ALLE im Namen des Kampfes gegen den Terror um unsere Grundrechte gebracht werden. Teilweise mussten in der Folge Gesetze, die im Rahmen dieses Kampfes in den USA verabschiedet wurden, zurück genommen werden, weil die damit verbundenen Einschnitte in die Privat-Sphäre der US-Bürger zu groß waren. Die deutschen Behörden und ganz besonders den Rollstuhlfahrer hat das allerdings herzlich wenig geschert. Indirekt und inzwischen auch direkt haben sie den Amis Zugriff auf alle Kontenbewegungen in Europa erteilt. Sie haben den Amis ohne jede Rückfrage die Abfrage persönlicher Daten von Fluggästen erlaubt. Und das sogar ohne Gegenleistung. Sie haben uns den Amis in jeder Hinsicht ausgeliefert. Alles in dem vielleicht guten Glauben damit etwas zum Kampf gegen den Terror zu tun.

Gleichzeitig wurden von der US-Regierung in einer unrechtmäßigen und gegen jede Kriegsrecht-Konvention verstoßenden Situation Kriegsgefangene gemacht, aber nicht unter Kriegsrecht gestellt, weil sie ja angeblich Terror-Kämpfer waren. Und sie wurden gefoltert – im Namen der Freiheit. Welch eine Ironie! Das ist ungefähr so, wie einen Krieg zu führen um den Frieden zu erhalten. Kann das wirklich sein? Ist es wirklich nötig, die Freiheit einzusperren um sie zu erhalten? Weiß denn niemand, dass die Freiheit in der Gefangenschaft stirbt?

Die USA hatten Schützenhilfe unserer Regierung bei der Entführung von Terror-Verdächtigen. Zumindest passiv wurde die Entführung von Verdächtigen deutschen Bürgern in das Internierungs-Lager Guantanamo gefördert – in Deutschland gibt es ein Gesetz, dass man sich wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar macht. Das ist hier geschehen. Unsere Regierung hat sich strafbar gemacht! Und das von einem Land wie Deutschland, welches sich bewusst sein sollte, welche Auswirkungen solche Lager wie Guantanamo haben. Nicht zuletzt aus unserer eigenen Geschichte.

Interessanterweise wurden einige Gesetze gegen den Terror von unseren obersten Verfassungsschützern (dem Verfassungsgericht) abgeschmettert. Und das nicht nur einmal, sondern mehrfach. Aber leider nicht alle. Denn steter Tropfen höhlt den Stein. Und in diesem Fall ist der Stein unser Grundgesetz, welches sich nicht ohne Grund nach den Menschenrechten richtet, welche für alle Menschen gelten.

Immer wieder versuchen der Rollstuhlfahrer und seine legitimierten Helfer seine sogenannten Sicherheitskonzepte durchzusetzen, deren innere Motivation – das vermute nicht nur ich – zu einem großen Teil aus der Verletzung entspringt die ihn an den Rollstuhl fesselt und schreckt dabei auch nicht davor zurück nötige und benötigte Änderungen mit seinen Forderungen in ein Paket zu stopfen, dass er nur zusammen durch den Bundestag bekommt.

Wie nur kann man jemanden in dieses Amt schieben, der eine solche Vorgeschichte hat? Das ist in meinen Augen absolut fahrlässig! Aber es ist geschehen. Und keiner hält ihn auf. Zuletzt hat er eine Abhörzentrale implementiert. Die durch kein Gesetz gestützt wird. Ganz im Gegenteil. Im Sinne der gesetzgebenden Instanzen war es, die Landesbehörden zur Vermeidung von Machtmissbrauch in kleinere Einheiten aufzuteilen. Natürlich hat Herr Schäuble für seine Aktionen immer eine gute Begründung. So will er z.B. die Kosten senken! Natürlich ist es notwendig die Kosten für unsere Sicherheit nicht ausufern zu lassen, aber vielleicht könnte hinter dem immer stärker abgebauten Stellen auch ein sogenannter Master-Plan stecken? Könnte es nicht sein, dass der Rollstuhlfahrer das alles geplant hat? Könnte es nicht sein, dass seine immer wiederkehrende Forderung nach dem Einsatz der Bundeswehr ein Bestandteil seines Planes ist? Alle Behörden hübsch brav an einem Ort konzentrieren, die Polizei-Stationen reduzieren, die Bundeswehr als schnelle Eingreiftruppe etablieren? Und in dem Netz der Überwachung, zwischen Monitoren, die alles unsere Bewegungen und unsere Kommunikation überwachen ein paranoider Rollstuhlfahrer als die dicke Spinne der Macht?

Kann sein, dass ich selbst eine Paranoia entwickle, wenn ich mir das alles vor Augen führe, aber wenn auch nur die kleinste Möglichkeit besteht, dass es so einen oder einen ähnlichen Plan gibt, dann sollten wir alle zusammen dagegen aufstehen und uns wehren. Natürlich mit demokratischen Mitteln und ohne die Anwendung von Gewalt. Man sollte ja seiner Paranoia nicht noch mehr Vorschub geben!

Ich finde, so wie bisher kann es nicht weiter gehen.

Ich wähle Piraten!



Und Du?