Zu schwarz/gelb aka Biene-Maja-Koalition!

Die Biene Maja ist wieder da!

Sie trägt bevorzugt lila Anzüge und hat eine schwule Drone Namens Willy Gida(netter Versprecher im Radion heute morgen, übrigens!) Gido im Schlepptau.

Und schickt ihn vermutlich gleich ins Außenminister-Amt. Muss wohl an Genschman liegen. Offenbar traut man der FDP sonst kein Amt zu.

Ok, meine Satire mag nicht gut sein, ich bin mal gespannt, was Pispers und andere so aus dieser Biene-Maja-Koalition so heraus holen werden. Auf uns Arbeitnehmer kommen harte Zeiten zu. Da sollten unsere Satire-Spitzen kräftig gegen halten!

Ich frage mich die ganze Zeit, was wohl der Rollstuhlfahrer in der neuen Regierung so als Amt bekommen wird. Gewählt wurde er ja. Wobei ich mich frage, ob die Wähler seines Stammkreises vielleicht Konsequenzen gefürchtet haben, falls sie es nicht tun. Womöglich wäre er bei ihnen in ein Kommunalamt eingestiegen. Dann doch lieber weit weg im fernen Berlin. Ich kann Euch ja verstehen, aber in der Regierung ist er ja noch schädlicher, da hätten sich die Offenburger doch ruhig für uns alle opfern können!

Vier mal so viele…

(über den Daumen und mit einer Augenklappe gerechnet, es sind tatsächlich nur 3,89 mal so viele, aber wer will denn kleinlich sein)

Kreuze von der Europawahl 229.464 mit 0,9 Prozent zur Bundestagswahl (46.750 + 845.904 = 892654) mit 2,0 Prozent!

Ich halte das für eine sehr gute Arbeit und einen beachtenswerten Erfolg!

Im übrigen wäre für die Piratenpartei ein Einstieg in den Bundestag zum jetzigen Zeitpunkt eher kontraproduktiv gewesen.

Also: Herzlichen Glückwünsch, Ihr Piraten!

So sehe ich das zumindest.

Der Wanderer sieht das übrigens so:

Die Piratenpartei hat mit 2% der Wählerstimmen den Einzug in den Bundestag verfehlt und das schlechteste Ergebnis in einer Bundestagswahl seit Parteigründung eingefahren.

So bösartig kann man das auch sehen – ist aber nur Realsatire, er meint das ganz anders, also lies ruhig da weiter 😉

Nach der Wahl ist vor der Wahl…

Ich schreibe diesen Artikel am 02. September 2009 – also 25 Tage vor der Wahl – und werde ihn erst am Abend des Wahltags sichtbar werden lassen.
Um 20:00 Uhr sollten die Wahlergebnisse relativ konkret feststehen, üblicherweise sind sie sogar früher fertig – zumindest, wenn man den bisherigen Wahlprognosen glaubt.

Tja… also… im Moment (ein paar Tage nach der Landtagswahl in Sachsen und gleichzeitigen Kommunalwahlen in Aachen und Münster bei der die Piraten teilgenommen haben) besteht innerhalb der Partei und auch bei den Anhängern eine starke Euphorie.

Der Parteivorsitzende wird sogar von der Bild zitiert mit den Worten „ja, die 5% Hürde ist machbar“. Ich selbst glaube, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Sicher werden die Piraten bis zur Wahl noch den einen oder anderen Zuwachs erzielen, sind ja sogar bei den Mitgliedern absoluter Wachstums-Rekordler mit seit dem 01.09.2009 über 7000 Mitgliedern!
Die Ergebnisse in Aachen z.B. sind jedoch nicht verallgemeinerbar, denn Aachen ist eine Studentenhochburg und diese Zielgruppe hat die Piratenpartei sozusagen von ganz alleine gefunden. Und so glaube ich an die 5% erst, wenn sie in den Nachrichten verkündet werden. Auch Pessimisten wie ich werden gerne positiv überrascht 😉

Zu dem Zeitpunkt, an dem dieser Artikel sichtbar wird, steht bereits fest, ob Jens Seipenbusch recht hatte, oder ob die Piraten aus ihrer Perspektive heraus zu optimistisch waren und sich und ihre Möglichkeiten überschätzt haben. Ich habe den Piraten natürlich die Daumen gedrückt!

Und ich habe sie mit Sicherheit gewählt, und meine Freundin auch – leider nur mit der Zweitstimme, denn in meinem Bezirk gibt es keinen Direktkandidaten.

Außerdem werde ich in den Tagen vor der Wahl mal wieder versuchen das eine oder andere Familien-Mitglied auf die Seite der Piraten zu bringen. Ob mir das gelingt steht auf einem anderen Blatt – zur Europawahl bin ich damit jedenfalls gescheitert. Meine Familie wählt fast schon traditionell rot mit der ersten und oder grün mit der zweiten Stimme – so wie ich früher auch, in Ermangelung einer besseren Alternative. Aber die ist ja jetzt da – ich hoffe, ich kann es ihnen begreiflich machen.

Die Familienmitglieder auf die es mir ankommt sind auch nicht unbedingt die Zielgruppe der Piratenpartei – oder sie glauben es sie nicht zu sein, weil sie die immer stärker werdende Einengung durch den Staat und immer neue Gesetze zur Überwachung oder Zensur nicht so deutlich wahrnehmen wie ich. Auch gerate ich bei diesen Themen immer recht schnell in Rage und das ist einer sachlichen Argumentation nicht gerade zuträglich. Bin halt kein Politiker, auch wenn ich hier wohl gerade Politik betreibe.

Aber was ist nach der Wahl?
Wird die Woge der Begeisterung für die Piratenpartei bei einem schlechten Ergebnis nicht radikal abebben? Werden nicht plötzlich die Mitgliederzahlen schrumpfen, weil die Leute die ‚Lust‘ verlieren? Wird es nicht so sein, dass die Piraten für die nächsten 3-4 Jahre wieder in der Bedeutungslosigkeit versinken? Werden nicht die vielen Helfer, die die Wahlwerbung für die Piraten organisiert haben vor lauter Frust in tiefes Brüten verfallen? Werden die Mailinglisten und die Foren der Partei nicht mit gegenseitigen Vorwürfen gefüllt werden und eine aggressive Stimmung in der Partei heraufbeschwören? Wird nicht die Basis der Parteispitze Vorhaltungen machen, sie hätten dieses machen und das nicht unterlassen sollen? Werden nicht die ewigen Oppositionellen kommen und der Partei zurufen, „wir haben es ja schon immer gewusst, eine 1-Themen Partei kann nichts werden!“?

Ich vermute, auch hier liegt die Wahrheit in der Mitte.

Am Ende wird sich nach der Wahl die Spreu vom Weizen trennen. Die Strohfeuer-Begeisterten werden sich zu kleinen Häuflein Asche verbrannt haben und ihre Asche wird über die Hügel hinweg ziehen… und wenn der Rollstuhlfahrer wieder rollt und trollt, dann wird aus der Asche sich der Phoenix wieder erheben und das Feuer erneut entfachen…

Sehr poetisch, fürchte ich.

Wir werden sehen, was kommt – das hier ist ja auch nur eine Spekulation 😉

Gleichberechtigung bei der Wahl? Keine Spur!

Neben dem nicht-öffentlich-rechtlichem Sender Pro7 und dessen Ignoranz gegenüber anderer Parteien außer denen, die schon im Bundestag mindestens Fraktionsstärke haben (übrigens ein Fall für die OSZE), gibt es auch noch andere Ungerechtigkeiten und Unfairnisse der politischen Mitbewerber. Die Gemeinden haben z.B. eine Quote für Parteien eingeführt. So darf um so mehr Plakate aufhänge, der um so mehr Stimmen in der letzten Wahl hatte. Nett, nicht wahr? So kann man die Konkurrenz auch ausschalten…

Wem der Begriff Plakatfoul nichts sagt: Hier lang!

Und wer was lustiges sehen will, der kann sich dann noch hier schlau machen.