Subjektivität…

Da meint der Herr Steinbrück doch im TV-Interview er habe einen komplett anderen Eindruck auf den Veranstaltungen bei denen er ist im Vergleich zu den Umfragewerten die die Statistiker aufstellen.

Nunja… wenn ich meine eigene Veranstaltung mache, meine Sympathisanten um mich scharre würde, dann würde ich mir auch so vorkommen, als wäre ich auf Zuckerwatte gebettet. Das ist halt eine extrem subjektiv gestaltete Sicht der Dinge.

Subjektiv ist auch die Lage der Piratenpartei geprägt. Würde man den durchschnittlichen Internet-User wählen lassen, so käme die Piratenpartei ganz klar über die 5%-Hürde in den Bundestag. Aber das Internet ist nun mal nicht alles. Auf meinem Weg zur Arbeit und zurück sehe ich absolut nichts von der Piratenpartei – hier in meiner Umgebung tobt gerade der Kommunal-Wahlkampf und man könnte meinen so viele Plakate wie derzeit hat es noch nie gegeben. Die Wahlwerbesprüche sind leider auch ziemlich beknackt. Da wird faktisch nur emotional geworben „einer von uns“, „mit Herzblut für Deine Stadt“ – so austauschbar wie die meisten Politiker. Man könnte meinen man hätte eine Unzahl von Auto-Werbung vor sich. Wieso sollte ich „einem von uns“ meine Stimme geben? Nur deshalb? Was sind seine Ziele, seine Pläne, seine Vorsätze? Nicht von dem ist zu erkennen auf den Plakaten.

Aus meiner ganz subjektiven Perspektive wüsste ich im Moment nicht wieso ich davon überhaupt einen wählen sollte…