Hoch-ge-kommen – oder denglisch upgeradet

Seid etwa einer Woche verfüge ich über das N82 von Nokia – ich will hier nichts vom derzeit offenbar legitimen Nokia-Bashing hören.

Ein schönes Telefon. Zumindest von der technischen Seite her. Die Optik hat ihren eigenen Charm. Die Tastatur dürfte wirklich etwas größer ausgefallen sein, aber kleine Taste bin ich bereits von meinem alten N70 gewohnt. Ich habe das Telefon in allen Aspekten durchgetestet. Ganz besonders beschäftige ich mich derzeit mit den WLAN-Fähigkeiten. Da gibt es z.B. die doch recht attraktive Möglichkeit Podcasts auf Knopfdruck aufzurufen und anzusehen. Wirklich hübsch gemacht. Zumindest das eine der beiden Programme, nämlich jenes, das für Audiopodcasts gedacht ist. Ruft man damit auch Videopodcasts auf, so bekommt man beim Download die Meldung, das diese wahrscheinlich nicht angezeigt werden können. Ist aber quark, denn für beide Podcast-Programme wird der Flashplayer als Abspielprogramm verwendet. Im Videopodcast dagegen kann man dann ganz toll Videos schauen. Aber absolut ohne die Möglichkeit ein Abo zu schalten. Sehr schlau gemacht.
Da wäre auch noch das Videozentrum, das zwar allerlei Videos auflistet, aber natürlich nicht jene, die man selber gemacht hat. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Da haben die Teams der verschiedenen Programme ja wirklich Hand in Hand gearbeitet… *hust*

Was mich echt überrascht hat ist die wahnwitzige Geschwindigkeit mit der das Handy einen GPS-Fix findet. Allerdings auch nur solange, wie man ihm erlaubt dafür die Telefonverbindung zu verwenden. Dabei holt es sich übers Internet die Daten der umgebenden Mobil-Transponder und nimmt so eine schon recht genaue Lokalisierung vor und kommt damit erheblich schneller an die Daten der sichtbaren (im Sinne einer horizontalen Sichtlinie) Satelliten heran. Ohne diesen Trick ist es aber immer noch genauso schnell wie mein jetzt nicht mehr benötigtes Bluetooth Mäuschen mit dem SIRF-III Chipsatz.

Die Kamera war unter anderem auch ein wichtiger Punkt. 5 Megapixel mit einem ‚richtigen‘ Xenon-Blitz machen schon etwas her und die Qualität ist recht brauchbar. Natürlich ist es ohne Zoom-Optik nicht so flexibel wie eine richtige Kamera (den digitalen Zoom lasse ich mal außen vor), aber für schnelle Schnappschüsse genau richtig. Und im übrigen auch schnell genug und nicht so erheblich verzögert wie früher beim N70.

Der Akku musste diese Woche ganz schön unter meinen Aktivitäten leiden. Lasse ich das WLAN ständig an und erlaube TruPhone (einer SIP-Software, die das Handy über WLAN Internettelefontauglich macht und zwar mit wirklich jedem WLAN-Router über den man ins Netz kann) ständig verbunden zu sein, so hält eine Ladung vielleicht knappe 24 Stunden. Ich habe jetzt mal alles deaktiviert, was extra Strom verbraucht und werde mal sehen, wie lange der Akku so zurecht kommt.