Wii play

Schon seit einigen Wochen waren meine Freundin und ich uns einig, dass wir uns zusammen eine Wii anschaffen. In der Vorweihnachtszeit waren wir sogar 2x beim örtlichen ‚Geiz ist Geil‘-Discounter und konnten uns trotz aller negativen Meldungen im Internet und besonders aus den Uh Es Ay (beim Lesen dieser Buchstaben bitte an RTL-Samstag-Nacht „far out – the greatest trends in town“ denken 😉 ) davon überzeugen, dass es noch reichlich Wii zu kaufen gibt.

So sind wir auch gestern losgezogen um uns durch den Kauf endlich von der lange aufgestauten Erwartung zu heilen.
Der Weg in die Stadt war etwas länger als sonst, weil bedingt durch den allgemeinen Kaufrausch die Parkplatz-Möglichkeiten recht eingeschränkt waren. So grenzte es schon fast an ein Wunder auch noch einen absolut kostenlosen Parkplatz im 5 Minuten-Radius um die City zu finden. Gekrönt noch davon, dass uns ein anderer Parker auf die ungewöhnliche Aufteilung der Parkfläche in kostenlose und kostenpflichtige Parkplätze aufmerksam machte. Unser ganz persönliches kleines Weihnachtswunder.

Der Weg zum Geiz-Discounter führte uns durch einen Nebeneingang der Shopping-Meile und dabei auch an einer Filiale einer Kette, die auf den Vertrieb von Spielen, Konsolen und sogar den Rückkauf gebrauchter Ware spezialisiert ist. Ermutigt durch die dort ersichtlichen Wii-Kartons gingen wir also weiter – mehr vom Gewühl als vom Anbieter abgeschreckt.

Im Laden angekommen fragten wir dann einen der superaufmerksamen Verkäufer höflich nach der Vorrätigkeit von Wii-Konsolen, die noch vor einer Woche Stapel und Palettenweise vorzufinden gewesen warnen. Und siehe da, die qualifizierte und superduperhöfliche Antwort lautete schlicht und ergreifend „nein“. Da fragt man sich doch, hatten die Unkenrufer im Netz vielleicht doch recht oder handelte es sich um eine selbst erfüllende Prophezeiung? Ermutigt durch die familiäre Atmosphäre wurde vom Kauf eines nötigen Zubehörs, das offenbar durch eine Preisempfehlung sowieso keinen preislichen Unterschied gebracht hätte abgesehen und der Weg zum bereits erwähnten kleinen Filialisten in Angriff genommen.

Dort angekommen hielten wir voller Glück und panischem entsetzen jeweils einen leeren Wii-Karton in der Hand und versuchten herauszufinden, was noch nötig wäre um die Konsole an den heimischen Fernseher zu koppeln. In diesem Moment geschah das absolut unerwartete! Ein Verkäufer war unserer Gewahr geworden und machte sich durch gezielte Fragen positiv bemerkbar. So dauerte durch ein präzises Antwort-Frage-Spiel die ganze Kaufberatung erheblich weniger Zeit als der Zahlvorgang an der Theke.
Die Worte „gehen sie schon mal vorne an die Kasse ich hole die Konsole und das Zubehör von hinten – wir sind übrigens der letzte Händler in der Stadt, der noch diese Konsole vorrätig hat“ machten uns zu glücklichen Käufern.

Und daheim angekommen waren wir wirklich sehr von den Möglichkeiten der doch recht simpel gehaltenen Wii überrascht. Noch sind keine weiteren Spiele gekauft, aber Wii Sports ist schon jetzt für einen dicken Muskelkater in meinem rechten Oberarm verantwortlich 🙂

Veröffentlicht unter Riffer