Beiträge vom 12. Juli 2009

Wii – immer besser!

Schon damals als der C64 auf dem Markt war und auch später als ich den Amiga hatte, wurde mir recht schnell klar, dass diese Rechner mit der Zeit immer besser von den Programmierern beherrscht wurden. So wurden Techniken wie Parallaxe-Scrolling, die Multiplizierung der Hardware-Sprites durch Interrupt-Manipulationen und 8 Kanal-Sound erst recht spät erfunden, dann aber in aller Breite erkundet und verfeinert. Teilweise lassen auch heute noch Demo-Intros von damals die Münder offen stehen.

Ganz ähnlich geht es gerade der Wii-Konsole. Nach den ersten Spielen wie Zelda, die nur von Nintendo in dieser Qualität und Tiefe abgeliefert werden konnten kamen erst mal die Gurken-Spiele anderer Hersteller, die die miese Qualität ihrer Texturen meist durch viel Nebel bzw. unschärfe-Effekte zu kaschieren suchten. Zwischendurch gab es immer mal wieder Hilights wie Mario und Sonic bei den olympischen spielen, die aber eher eine Plastik-, denn einer plastischen Grafik präsentierten. Ambitionierte Spiele wie RTL Winterolympiade machten dann klar, dass auch auf der Wii Platz für schöne und relativ realistische Spiele ist. Problematisch bei allen an der Realität angelehnten Spielen auf der Wii ist immer wieder die Grafik. So hat sie nun mal nicht die Hi-End-Chips und auch nicht die Speichermenge, die auf dem PC oder den Next-Gen Konsolen wie der Xbox360 oder der Playstation, feinfaserige Texturen und haarfeine Darstellungen ermöglichen. Nicht ohne Grund wurden deshalb Spiele wie Lego-Starwars auf der Wii gerne gesehen, war doch die Darstellung von Lego-Bausteinen ‘relativ’ einfach und auch problemlos zu präsentieren.

Ambitionierte Änderungen kommen jedoch in der letzten Monaten. So ist Tombraider ein wirklicher Augenschmaus und in Teilen auch speziell an die Möglichkeiten und vor allem an die Steuerung der Wii angepasst worden.
Das neueste Indy-Spiel ist sogar exklusiv für die ‘älteren’ Konsolen wie die Wii und die Playstation2 heraus gekommen und macht auch von der Darstellung her eine tolle Figur.

Apropos Figuren. Hier ist einer der schwierigsten Punkte für die Wii. Detailierte Darstellung von Spielfiguren bedeutet auch immer eine hohe Anzahl von Polygonen und hoch aufgelöste Texturen. Was insgesamt für die Wii sehr schwierig ist.

Aber aus der Not wurde eine Tugend!

Man hat sich (eher stillschweigend) auf eine Art ‘Comic’-Look geeinigt, was für die Wii einfach herrlich funktioniert. Erster Vertreter dieser Riege ist Ghostbusters. Das Spiel selbst macht zwar nicht ganz so viel Spaß, die Figuren sind aber speziell für die Wii sehr gelungen und machen einfach Lust auf mehr.

Zweiter Vertreter ist hier das Spiel Grand Slam, das im Moment in meinen Augen einfach das beste Tennis-Spiel für die Wii (und vielleicht überhaupt!) ist und von der Steuerbarkeit auch das lange geliebte Wii Sports Tennis in den Schatten stellt. Die Figuren und vor allem ihre Frisuren sind einfach großartig – gerade wegen ihrer Einfachheit!
Und die Animation stellt alles in den Schatten was ich bisher in dieser Richtung gesehen habe. Die Entwickler haben die typischen Bewegungen und Gesten einzelner Spieler wie z.B. Boris Becker so extrem gut nachempfunden, dass man bei unscharfen Hinsehen auf den Bildschirm meint das Original von damals zu sehen. Es macht einfach irre viel Spaß gegen die Größen der Tenniswelt zu spielen und ihre Eigenheiten so schön dargestellt zu bekommen.

Aber auch die Riege der Film-Lizenz-Spiele hat einen prominenten und wunderbaren Nachwuchs erhalten. Ice Age 3 ist einfach köstlich umgesetzt, die Figuren sind extrem nah am Original. Einzigen Manko ist die Synchronisation, denn leider handelt es sich beim Spiel nicht um die Stimmen aus dem Film – was dem ganzen wohl das absolute Tüpfelchen auf dem I verpasst hätte.

Blinken erklärt für jedermann…

Blinken für Fahranfänger

Spurwechsel:
Immer dann, wenn man einen Spurwechsel beabsichtigt, betätigt man frühzeitig den Blinker um anderen Fahrzeugen und Personen die Absicht mitzuteilen.
Möglichst zeitnah vergewissert man sich dabei durch einen Schulterblick oder je nach Situation auch durch einen Blick in den Spiegel, ob eine entsprechend große Lücke vorhanden ist in die man einbiegen kann. Sollte keine Lücke vorhanden sein, so versucht man durch Blickkontakt mit anderen Fahrern auf der angestrebten Spur auszuhandeln, ob dieser eventuell bereit ist, Platz zu machen.
Ist ein ausreichender Platz vorhanden, so biegt man zügig in die Spur ein und passt sich sodann dem fließenden Verkehr in der Geschwindigkeit an. Dabei sollte der Sicherheitsabstand zum Vordermann auch kurzzeitig nicht unterschritten werden.

Abbiegen:
Immer vor einer Abbiegung, auch bei abknickenden Vorfahrtsstraßen gibt man frühzeitig durch geeignete Blinkzeichen bekannt in welche Richtung man zu fahren wünscht.
Entsprechend der Vorfahrtsregeln lässt man dabei anderen Fahrzeugen die Vorfahrt, ist aber auch aufmerksam, ob andere Verkehrsteilnehmer die eigene Vorfahrt gewähren. Umsichtiges Fahren ist das oberste Gebot.

Anhalten:
Natürlich legt man schon frühzeitig den Blinker ein, wenn man das Fahrzeug zu verzögern wünscht um einer Person den Ausstieg oder das Zusteigen zu ermöglichen oder sich einen Parkplatz sucht bzw. beabsichtigt in einen Parkplatz einzulenken.

Blinken für Fortgeschrittene

Spurwechsel:
Um auf eine andere Spur zu wechseln dreht man das Lenkrad. Wer besonders höflich ist, hält bei der Drehbewegung des Lenkrades den ausgestreckten Mittelfinger in Bahn des den Blinkgeber-Hebels. Die anderen werden dann schon merken, dass man es eilig hat und keine Rücksichten nehmen kann.

Abbiegen:
Wenn keiner in unmittelbarer Nähe ist blinkt man besser gar nicht erst. Das ist ja auch total überflüssig und absolut schädlich für den Blinkgeber-Hebel – da können die Hersteller lange erzählen, dass so ein Teil locker 6 Millionen Betätigungen verkraftet. Auch das gute alte Blinkrelais, das für nur 5 Millionen Blinkzyklen konzipiert ist, könnte bei übermäßigem Gebrauch Schaden nehmen.
Sollten sich wieder erwarten andere Fahrzeuge in an der gleichen Kreuzung oder Weggabelung aufhalten – als angehender König der Landstraße dulden wir sowas natürlich huldvoll, so kann man in Ausnahmen schon mal blinken, sollte man aber nur machen, wenn es ein Fahrzeug der örtlichen Polizei ist, die sind da immer so empfindlich und halten einen womöglich noch auf!

Anhalten:
Vorsichtiges Abbremsen ist was für Weicheier. Aber wenn wir schon mal in der zweiten Reihe stehen, können wir ja auch mal aus lauter Langeweile die Warnblinkanlage ausprobieren.

Blinken für Profis

Das Auto hat über 70 tausend Euronen gekostet, da hat jeder andere Fahrer schon vor lauter Ehrfurcht automatisch Platz zu machen!

Spurwechsel:
Blinken entfällt – der Nachfolgende hat gefälligst dem König der Straße Platz zu machen. Das gilt vor allem und ganz besonders, wenn dabei mehr als 2 Fahrspuren übersprungen werden müssen, weil die Verkehrsplaner unserem Navi die falschen Infos gegeben haben (oder wir die Fahranweisungen wegen der voll aufgedrehten 6000 Watt Anlage schlichtweg überhört haben).

Abbiegen:
Blinken entfällt – der Nachfolgende sieht doch wohl auf welche Spur wir uns gerade zubewegen, oder? Außerdem sollte ihm durch unsere sichere Fahrweise (natürlich freihändig, nur mit dem Knie, wir müssen ja telefonieren und die Dose Kaviar auslecken) sofort klar werden wohin wir wollen.

Anhalten:
Wer anhält verliert. Und wenn wir mal wegen eines Motorschadens oder gar eines Unfalles (der natürlich nur von anderen – sogenannten – Verkehrsteilnehmern durch deren brutal passive Fahrweise provoziert worden sein kann) stehen bleiben, so wird die Rescue-Pilot-Anlage die Warnblinkanlage schon von sich aus einschalten und den Hersteller-Prime-Service, den Anwalt und den Kaviar-Service rufen.